Liebe Freunde,

ein Wort zu einem Vorwurf, der so gut wie alle Organisationen betrifft, die dem Elend der Streuner im Mittelmeerraum nicht ohne Vermittlung von Tieren in den Norden abzuhelfen wissen. Obwohl es f�r uns eine Selbstverst�ndlichkeit ist, Hunde ausschlie�lich an geeignete Familien abzugeben, kursiert in der griechischen �ffentlichkeit das Ger�cht, ausgef�hrte Tiere seien allesamt f�r deutsche Versuchsanstalten bestimmt.

Was wir als Tiersch�tzer von Tierversuchen halten, werden Sie sich jedoch denken k�nnen: sie sind nicht nur grausam und lebensverachtend, sondern liefern obendrein im Gegensatz zu modernen, tierversuchsfreien Forschungsmethoden irref�hrende Resultate. Wer gesicherte Informationen �ber dieses Problemfeld sucht, findet umfassende Aufkl�rung auf der Website der �rzte gegen Tierversuche. In der dortigen Datenbank wird beispielsweise konkret nachgewiesen, wer wo in Deutschland an welchen Tierversuchen beteiligt ist. Das Ausma� ist beklemmend.

Zu dem eingangs genannten Vorwurf erkl�rt Frau Dr. Corina Gericke von den �rzten gegen Tierversuche indessen klipp und klar:

Leider werden immer wieder Ger�chte gesch�rt, Hunde aus s�dlichen L�ndern w�rden in n�rdlichen L�ndern im Labor landen. Ich halte dies f�r Deutschland und sehr wahrscheinlich auch f�r alle anderen westeurop�ischen L�nder f�r ausgeschlossen.

  1. Das Tierschutzgesetz schreibt vor, dass in Tierversuchen verwendete Tiere f�r diesen Zweck gez�chtet sein m�ssen. Ausnahmen sind m�glich, beziehen sich aber haupts�chlich auf landwirtschaftliche Nutztiere und Wildtiere. Es ist �u�erst unwahrscheinlich, dass eine deutsche Beh�rde eine Ausnahmegenehmigung f�r Versuche an Streunerhunden geben w�rde.
     
  2. Au�er Beagles und Foxhounds werden mitunter auch Mischlingshunde in Versuchen verwendet. Diese sind jedoch ebenfalls eigens f�r Versuchszwecke gez�chtete Tiere!
     
  3. F�r die allermeisten Tierversuche wird m�glichst gleiches "Tiermaterial" (wie es im lebensverachtenden Experimentatoren-Jargon hei�t) gebraucht. Tiere mit unbekannter Vorgeschichte, unterschiedlicher Herkunft, Alter usw. sind unbrauchbar.

Ich denke, dass diese Ger�chte nicht versiegen, weil sich viele Menschen in den s�dlichen L�ndern nicht vorstellen k�nnen, dass so viele Hunde in Deutschland ein sch�nes Zuhause finden k�nnen, vor allem, weil doch auch unsere Tierheime voll sind. Meines Wissens sind Hunde aus dem S�den in Deutschland sehr beliebt, leider oftmals zum Nachteil der einheimischen Tierheimhunde. Diese sind oft gro�, Staffi, Sch�ferhund und/oder haben psychische Probleme. S�dl�nder gelten dagegen als anspruchslos, dankbar, unkompliziert und sind dazu oft auch noch optisch �u�erst ansprechend.

Zugegeben – wir sind dankbar f�r jeden "Griechen", der im Norden ein neues Zuhause findet. Wir bem�hen uns aber auch st�ndig um Abstimmung mit deutschen Tierheimen und freuen uns �ber die gute Zusammenarbeit.

 

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